Was das neue KiJuPa in Datteln verändern will.
Das Spielschiff in der Dattelner Innenstadt ist für viele Kinder ein vertrauter Ort, doch inzwischen ist es in die Jahre gekommen. Genau das möchten die Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) ändern. Sie wünschen sich ein moderneres, einladendes Spielgerät, das die Innenstadt belebt. Das Spielschiff ist nur eines von vielen Themen, mit denen sich die 34 Kinder und Jugendlichen beschäftigen. Treffpunkte, modernere Spielplätze und bessere Freizeitmöglichkeiten stehen auf der Agenda. Ziel ist es, Datteln für junge Menschen attraktiver zu machen und Orte zu schaffen, an denen sie sich gerne aufhalten.
Dazu gehört auch der Basketballplatz am Gymnasium, der bislang nicht beleuchtet ist. „Weil ich selber gerne spiele, auch im Verein. Wenn es dunkel ist, sieht man den Korb nicht“, sagt der 14-jährige Joodi. Mit einer Beleuchtung könnte der Platz besser genutzt werden. Ein weiteres Thema ist die Situation im Stadtbad, vor allem beim Schulschwimmen. Dort gibt es nach Ansicht der Jugendlichen zu wenige Einzelkabinen, was viele als unangenehm empfinden. Das KiJuPa möchte sich dafür einsetzen, dass die Umkleidesituation verbessert wird und sich Schülerinnen und Schüler wohler fühlen.
Neben konkreten Verbesserungen geht es den Mitgliedern auch darum, die Stadt aktiv mitzugestalten. Vorsitzende Mihaela Minculeasa interessiert sich schon lange für politische Themen. „Ich möchte die Chance nutzen, etwas zu bewegen und die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker einzubringen“, sagt die 14-Jährige. Auch andere Mitglieder engagieren sich, weil sie möchten, dass junge Menschen gehört werden. Zudem wollen die Jugendlichen den Austausch fördern. Geplant ist unter anderem eine Talkrunde mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Vest. In einem „Heißen Stuhl“-Format sollen Gäste die Fragen von Kindern und Jugendlichen beantworten.
Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) ermöglicht Kindern und Jugendlichen in Datteln mitzureden. Sie diskutieren, stellen Anträge oder beraten die „älteren“ Politiker. Es kommt auch vor, dass die Stadtverwaltung das KiJuPa um seine Meinung bittet. Meist bestimmen die Mitglieder des KiJuPa ihre Themen selbst. Es geht dann unter anderem um sichere Schulwege, die Einrichtung einer Spielstraße oder auch um ein neues Kinder- und Jugendfreizeitzentrum.
Ein Ziel verbindet die jungen Menschen besonders: Sie wollen, dass Jugendliche ihre Freizeit gerne vor Ort verbringen. „Datteln hat nicht so viel zu bieten, deswegen fährt man oft in andere Städte“, sagt der 15- jährige Max Laupichler. Genau das soll sich ändern. Mit Projekten wie einer legalen Graffiti-Wand möchten die Jugendlichen ihre Stadt lebendiger machen.
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