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Frieden im Sand
pexels / wolfgang weiser

Frieden im Sand

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Angelika Herstell

Die letzte Ruhe in den Dünen finden.

Viele Menschen sind am Meer glücklich. Das Rauschen der Wellen und Sand in den Schuhen wecken positive Gefühle. Jetzt kann man in den Dünen auch die letzte Ruhe finden. Eine Bestatterin aus Datteln macht’s möglich.

Regelmäßig fährt Alexandra Brocki-Heinzerling in die Niederlande ans Meer. Doch nicht, um dort Urlaub zu machen, sondern aus beruflichen Gründen: Sie verstreut die Asche Verstorbener in den Dünen. Und das tut sie würdig. Mit Andacht und mit Achtung vor dem verstorbenen Menschen. Denn sie weiß, dass sie damit einen letzten großen Wunsch erfüllt.

„Wer sich nach seinem Tod in den Dünen verstreuen lassen möchte oder diese Bestattungsform für einen geliebten Angehörigen wählt, hat meist viele Urlaube am Meer verbracht und erinnert sich bis ins hohe Alter mit Freude daran“, sagt sie.

Als langjährige Inhaberin eines Beerdigungshauses hat sie bereits zahlreiche Erd-, Urnen- und Waldbestattungen organisiert und begleitet. Doch eine Ascheverstreuung in den Dünen gab es bislang nicht. Deshalb hat Alexandra Brocki-Heinzerling „TreibSand“ gegründet. Dort wird die Asche nicht beigesetzt, sondern „frei im Wind, vom Sand getragen“ verstreut. So könnten Menschen ihre letzte Ruhe an ihrem Sehnsuchtsort finden und dabei ganz frei sein.

Das Angebot der Dattelnerin stößt auf großes Interesse. Mit ihrer Idee hat sie in ihrem Metier offenbar genau den richtigen Ansatz gefunden. Viele Menschen fühlen sich von dieser Vorstellung des ewigen Friedens angesprochen.

Wer die Dünenascheverstreuung von TreibSand wünscht, kann bei jedem Bestattungsinstitut diesen Wunsch äußern. Der Bestatter tritt dann mit TreibSand in Kontakt. Die Dünenascheverstreuung ist nur in den Niederlanden erlaubt, und TreibSand ist der einzige zugelassene Anbieter. Die engagierte Bestatterin aus Datteln hat dazu diverse Gutachten beauftragen müssen, die die Umweltverträglichkeit überprüften.

Um den Naturschutzvorgaben gerecht zu werden und einen Bestattungstourismus zu vermeiden, erfolgt die eigentliche Verstreuung in den Dünen ausschließlich durch die Bestatterin. Allein und unbeobachtet.

Während dieser Zeit können die Angehörigen am Strand verweilen und in privatem Kreis Abschied nehmen.

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