Mit dem neuen Bildungszentrum reagiert die Diakonie auf aktuelle Anforderungen.
,,Uns war sofort klar, dass das neue Bildungs- und Tagungszentrum (BTZ) mehr sein sollte als eine Ansammlung von Räumen mit Stuhlreihen“, sagt Katja Willam, Bildungsreferentin beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen. Auf rund 663 Quadratmetern ist im Matthias-Claudius-Zentrum in Oer-Erkenschwick ein moderner Lern- und Begegnungsort entstanden, der auf aktuelle Anforderungen in Bildung, Sozialwirtschaft und Verwaltung reagiert. Mit flexiblen Räumen, digitaler Ausstattung und einem Programm, das sich konsequent am Arbeitsalltag der Teilnehmenden orientiert.
„Wir probieren viel aus, schauen genau hin, was gebraucht wird und entwickeln das Angebot Schritt für Schritt weiter“, sagt Katja Willam. Bereits die Nutzung seit der Eröffnung zeigt, wie stark das Zentrum angenommen wird. Fast täglich findet im „BTZ 2.0“ eine Fortbildung, Schulung oder Tagung statt. 2.0 steht für den neuen Standort. Vorher befand sich das Bildungs- und Tagungszentrum in der Marler Bachstraße. Die bauliche Umsetzung erfolgte durch die hausinterne Bauabteilung: Planung im Sommer, Start im Januar, reibungsloser Übergang in den Betrieb. Auch Details wie eine Küche zum Selberkochen im Seminarraum, Catering durch das Bistro-Café Claudius nebenan und eine Kaffee-und Tee-Ecke als kommunikative Drehscheibe tragen dazu bei, dass das Zentrum nicht nur funktional, sondern einladend wirkt. „Wir wollten keinen klassischen Seminar bau – sondern einen Ort, an dem Lernen heute wirklich funktioniert“.
Digitale Technik
Ein zentrales Merkmal des BTZ 2.0 ist der konsequente Einsatz digitaler Technik. Moderne Smartboards mit einer Whiteboard-App ermöglichen es, Inhalte zu präsentieren, zu speichern und direkt per QR-Code mit den Teilnehmenden zu teilen. Hybride Veranstaltungen, Online-Schulungen und digitale Lernformate sind fest im Programm verankert und werden so erklärt, dass auch weniger technikaffine Teilnehmende problemlos mitkommen.
„Besonders wichtig ist dabei die Praxisnähe. Digitale Angebote sollen den Arbeitsalltag erleichtern, so dass sich die Fortbildung besser mit Schichtdiensten vereinbaren lässt“, sagt die Bildungsreferentin. Mit aktuell 207 verschiedenen Fortbildungen ist das Angebot breit aufgestellt. Es reicht von Grundschulungen über Seminare für Erzieherinnen und Erzieher, Führungskräftetrainings und Kurse zur gewaltfreien Kommunikation bis hin zu Themen wie New Work, Achtsamkeit im Alltag oder konstruktivem Umgang mit Arbeitsdruck. Das Spektrum richtet sich bewusst an unterschiedliche Zielgruppen, von Auszubildenden bis zu Mitarbeitenden kurz vor dem Ruhestand.
Neue Formate und Themen
Gleichzeitig wird das Programm kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Themen, neue Formate und auch neue Qualifizierungen sind in Planung oder bereits gestartet. Erfolgreiche Seminare werden bei Bedarf mehrfach angeboten. Mehr als 100 Referentinnen und Referenten gestalten das Programm. Regelmäßige Gespräche und Rückmeldungen helfen dabei, Lücken im Angebot zu erkennen und neue Ideen zu testen.
Das Raumkonzept ist klar auf Vielseitigkeit ausgelegt. Neben einem großen Tagungsraum stehen kleinere Übungs- und Gruppenräume zur Verfügung. Die Angebote des BTZ 2.0 stehen nicht nur allen Diakonie-Mitarbeitenden, sondern auch externen Interessenten offen. Darüber hinaus können dort auch Räume gemietet werden, etwa für Konferenzen, Vereinsversammlungen oder Fachtagungen.
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