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Wenn das Leben schwer wird
Foto: Volker Beushausen

Wenn das Leben schwer wird

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Die Kontakt- und Beratungsstelle der Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen hilft, wenn die Seele leidet.

Krisen gehören zum Leben – doch manchmal wächst einem alles über den Kopf. Ob familiäre Spannungen, finanzielle Sorgen, Konflikte in der Partnerschaft oder die Belastung durch eine psychische Erkrankung im nahen Umfeld: Wer in einer solchen Situation steckt, braucht jemanden, der zuhört.

Genau das bietet die Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke und belastete Menschen sowie deren Angehörige der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen.
In Datteln, an der Castroper Straße 10, finden Betroffene eine niedrigschwellige Anlaufstelle, die ohne Vorbehalte und ohne lange Wartezeiten offensteht.
„Bei uns können die Menschen einfach mal reden und sich die Sorgen und Ängste von der Seele sprechen“, sagt Nicole Thoms, Diplom-Sozialarbeiterin aus dem Team der Beratungsstelle.
Das Angebot richtet sich an alle, die eine schwierige Phase durchleben – unabhängig von Alter, Herkunft oder Weltanschauung.

Auf Augenhöhe begegnen

Fachstelle für psychisch kranke Menschen Angela Bierögel, Diplom Sozialarbeiterin
Angela Bierögel,
Diplom-Sozialarbeiterin, hat ein Herz für die Menschen, denen sie zuhört.

Ein zentrales Anliegen ist es, den Ratsuchenden auf Augenhöhe zu begegnen. Denn psychische Erkrankungen sind noch immer mit vielen Vorurteilen und Stigmata behaftet. Aussagen wie „Stell dich nicht so an“ bekommen Betroffene häufig zu hören. Genau dagegen setzt die Diakonie ein deutliches Zeichen.

Hier wird zugehört, Menschen werden ernst genommen, und es wird gemeinsam nach Wegen aus der Krise gesucht. Neben Einzelberatungen bietet die Stelle auch Gruppenangebote an – etwa offene Gesprächskreise, kreative Aktivitäten, gemeinsame Spaziergänge oder Schwimmgruppen. Diese finden unter anderem in Castrop-Rauxel, Oer-Erkenschwick, Datteln und Waltrop statt. „Bewegung, Austausch und Gemeinschaft sind feste Bestandteile des Konzepts. Sie helfen, neue Kraft zu schöpfen und das Selbstvertrauen zu stärken“, sagt Angela Bierögel, ebenfalls Diplom-Sozialarbeiterin.

Sich verstanden fühlen

Immer mehr Menschen, insbesondere junge Erwachsene, kämpfen mit sozialen Ängsten und Phobien. Auch sie sollen hier einen sicheren Raum finden, in dem sie sich verstanden fühlen und Unterstützung erfahren. Die Beratungsstelle möchte Brücken bauen – zwischen Isolation und Gemeinschaft.
Wenn nötig, vermitteln die Mitarbeitenden auch an weitere Fachberatungen, etwa bei Suchtproblemen, Arbeitslosigkeit oder finanziellen Schwierigkeiten. So entsteht ein Netzwerk, das trägt und Menschen in schwierigen Lebenslagen auffängt.
Das Ziel der Diakonie ist klar: Menschen in seelischer Not sollen wissen, dass sie nicht allein sind. Die Kontakt- und Beratungsstelle bietet Raum zum Durchatmen und zum Reden.

„Manchmal ist der erste Schritt zur Besserung einfach der, den Mut zu haben, Hilfe anzunehmen“, sagen Nicole Thoms und Angela Bierögel einstimmig.

Info Diakonisches Werk im Kirchenkreis Recklinghausen
Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen

Elper Weg 89
45657 Recklinghausen

www.diakonie-kreis-re.de

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